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Die Geschichte des Prämonstratenser-Ordens

Der hl. Norbert und die Prämonstratenser

Bildschirmfoto_2011-06-03_um_06.14.51Norbert, geboren um das Jahr 1080 aus dem Adelsgeschlecht der Herren von Gennep, lebte zunächst als Kleriker an der Stiftskirche St. Viktor zu Xanten. Nach einem Bekehrungserlebnis ähnlich dem des hl. Paulus verließ er das ihm zu verweltlicht erscheinende Stift und wählte für sich ein Leben der Buße und der Armut.  
(Das Wappen des Prämonstratenser-Ordens)

Angesteckt vom Geist der gregorianischen Kirchenreform, zog er nach seiner Priesterweihe durch den Erzbischof von Köln im Jahre 1115 als Wanderprediger annähernd fünf Jahre durchs Land - mit erstaunlichem Erfolg: Bald folgten ihm unzählige Männer und Frauen, um seine Predigten zu hören und ihm in seinem Lebensstil nachzueifern.

Der Bischof von Laon (Frankreich) nötigte ihn schließlich im Jahr 1120, mit Rücksicht auf seine Gefolgschaft das Wanderleben aufzugeben und sich in seiner Diözese anzusiedeln. Im unwegsamen Tal von Prémontré begann er mit der Errichtung eines ersten Klosters für die neue Gemeinschaft, die später von diesem Ort her den latinisierten Namen Ordo Praemonstratensis (Prämonstratenser-Orden, abgekürzt: OPraem) erhielt.

Als Richtschnur für das gemeinsame Leben diente der Gemeinschaft von Beginn an die Ordensregel des hl. Augustinus (Bischof von Hippo, Kirchenlehrer, + 430 n. Chr.). Im Jahre 1126 wurde Norbert vom Papst zum Oberhirten des Erzbistums Magdeburg bestimmt. Auch an seiner neuen Wirkungsstätte versuchte er - teils gegen heftigen Widerstand - dem Geist der Reform in der Kirche zum Durchbruch zu verhelfen. Hierzu wandelte er das bereits bestehende Stift "Unser Lieben Frauen" zu Magdeburg im Jahre 1129 in ein Prämonstratenser-Kloster um.

Dieses Kloster entwickelte sich zur Wiege der mitteldeutschen Prämonstratenser und ihrer Mission unter den Slawen. Von Magdeburg aus wurden u. a. die Domkapitel in Ratzeburg, Havelberg und Brandenburg als Prämonstratenser- Stiftskapitel gegründet. Als stellvertretender Erzkanzler des Reiches für Italien unternahm Norbert 1132/1133 mit König Lothar einen Romzug, von dem er, von der Malaria geschwächt, nach Magdeburg zurückkehrte.

Hier starb Norbert am 6. Juni 1134. Im Kloster Unser Lieben Frauen wurde er zunächst beigesetzt, bis seine Gebeine in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1626 erhoben und im Jahre 1627 nach Prag überführt wurden. Hier fand er in der Kirche des Klosters Strahov seine letzte irdische Ruhestätte.

Papst Gregor XIII. bestätigte 1582 offiziell die Verehrung Norberts als Heiliger, die ihm schon seit Jahrhunderten zuteil geworden war.