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Nobert von Xanten
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Start Die Abtei Unser Dienst heute

Vorwort

 

Liebe Besucher der Internetseiten der Abtei Hamborn!

Seien Sie herzlich willkommen! Gerne geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in unser Leben und stellen uns Ihren Fragen.

„Leidenschaft für Christus – Leidenschaft für Menschen“ lässt sich gut als Motto über unser Kloster schreiben. Was uns bewegt, ist der Glaube an Jesus Christus und unser Interesse an den Menschen. Gemeinsam mit den Menschen rings um unser Kloster möchten wir aktiv das Leben gestalten aus dem Evangelium Christi. Unser Gründer, der Heilige Norbert, ist unser Vorbild.

In der Abtei Hamborn leben Männer aller Altersgruppen. Wir verbinden das Leben in einer Klostergemeinschaft mit der seelsorglichen und missionarischen Arbeit des Priesters unter den Menschen. Wichtigste Quelle für dieses Lebenskonzept ist die Ordensregel des Heiligen Augustinus. Zu unserer Gemeinschaft gehören viele junge Männer. Der Altersdurchschnitt ist ungewöhnlich niedrig. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir sehr optimistisch sind, einen zukunftsträchtigen Weg eingeschlagen zu haben. Unser Ziel ist es, Gemeinschaft zu stiften, zu bewahren, zu gründen und Beheimatung zu geben. „Das erste Ziel Eures gemeinsamen Lebens ist es, ein Herz und eine Seele zu werden in Gott und auf Ihn hin!“ (Heiliger Augustinus)

Männern vom 20. bis zum 35. Lebensjahr mit dem Abitur oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich für den Priesterberuf und das Leben in klösterlicher Gemeinschaft interessieren, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wenden Sie sich gerne auch direkt an mich ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Wir freuen uns über jeden  neuen Mitbruder.

Unsere Novizen verbringen das erste Jahr zur Einführung in unser Leben in der Abtei unter Anleitung des Novizenmeisters. Danach folgt das Studium der Theologie, falls nicht schon entsprechende Studienabschlüsse mitgebracht werden. Unsere jungen Mitbrüder studieren an verschiedensten Universitäten, je nach dem, mit welchen Voraussetzungen sie zu uns kommen. Nach Abschluss der Studien besteht die Möglichkeit, sich durch die feierliche Profess auf Lebenszeit an die Ordensgemeinschaft zu binden. Danach folgen Diakonats- und Priesterweihe. Während der gesamten Ausbildung erfolgt die Einführung in priesterliche und seelsorgliche Dienste.

Unsere Mitbrüder trifft man rings um die Abtei, aber auch in Außenstellen: Im Priorat Magdeburg, der Pfarrei Cappenberg und der Pfarrei Bendorf-Sayn. Sie arbeiten als Pfarrer,  Kaplan, Pastor und Lehrer, aber auch als Krankenhausseelsorger und in außerordentlichen Aufgaben als Rundfunkbeauftragter, Kirchenrechtler, an Theologischen Hochschulen, in der Sorge um Alte und Kranke und anderem mehr.

Die Mitbrüder treffen sich morgens, mittags und abends zum Chorgebet und einmal am Tag zur gemeinsamen Heiligen Messe. Dazwischen schwärmen sie aus in ihre Einsatzgebiete. Für so Manchen ist die regelmäßige Teilnahme an den Chorgebetszeiten und der gemeinsamen Tagesmesse kaum möglich, da die Erfordernisse draußen in der Pfarrei die Teilnahme an allen Konventszeiten nicht möglich erscheinen lassen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich unser Leben. Dabei liegt bei allen Schwierigkeiten, die sich uns heute stellen, unser Augenmerk auch darauf, dass die Arbeit mit Freude geschieht und dass dort, wo Menschen in den Gemeinden und vor Ort verletzt und verbittert sind, sich wieder Zuversicht und Hoffnung einstellen. Nur so kann die Gemeinschaft der Kirche für die Menschen rings herum ein „Fels in der Brandung“ sein. Wir verstehen uns als christliche Klostergemeinschaft mit den Menschen ringsum.

Gerade aus dem Duisburger Norden und aus Magdeburg kennen wir vielfältige soziale und menschliche Not. Hier sind wir besonders gefordert. In einem der schönsten Texte des II. Vatikanischen Konzils heißt es: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände“. In Hamborn und Magdeburg nimmt dieser Satz vielfältige Gestalt an. Ganz aktuell bei den vielen Flüchtlingen aus den Krisengebieten der Welt, die aus verschiedensten Ländern zu uns kommen, weil sie Haus und Hof und Angehörige verloren haben. Ebenso bei Menschen, die hier leben und unter der drückenden Arbeitslosigkeit leiden. Und auch bei allen Übrigen, die sich manchmal angesichts der Fragen unserer Zeit völlig überfordert sehen und unter der gegenwärtigen Lage leiden.

Wir Prämonstratenser im weißen Ordensgewand verstehen uns als Zeugen der Auferstehung Jesu. Wir möchten allen die Botschaft vom Leben bringen, das den Tod überwunden hat. Deshalb wollen wir hier alles Leben wertschätzen, auch das kleinste und geringste und uns gegen alles Lebensbedrohliche und gegen den Tod in all seinen Erscheinungsformen auflehnen.

Viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die Arbeit unserer Mitbrüder und in der letzten Zeit haben sich zwei Gruppen gebildet, die wir in unserem Orden „Tertiaren“ nennen. Es sind Männer und Frauen unterschiedlichsten Lebensstandes und Berufes, die sich uns und dem Ordensgründer Norbert von Xanten in besonderer Weise verbinden. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied bei den Tertiaren. Interessenten wenden sich bitte an Pastor Werner Müller
( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) als Ansprechpartner der Hamborner Gruppe oder an Prof. Dr. Peter Ling ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), der die Sayner Gemeinschaft leitet. Sie können sich aber auch gerne an mich wenden.

Ein Prämonstratenserkloster – so werden unsere Klöster nach dem Ursprungsort Prémontré in Frankreich genannt – ist immer eine „Kirche im Kleinen“. Darin spiegelt sich alles wieder, was sich in der Kirche gegenwärtig ereignet. So finden wir dort die unterschiedlichsten Menschen, die auch die Meinungsvielfalt innerhalb der Kirche widerspiegeln. Mit Johannes XXIII., dem Heiligen, sind wir der Überzeugung, dass nach langen Jahrhunderten der Verurteilungen jetzt die Zeit gegenseitiger Wertschätzung angebrochen ist. Dies selbst überzeugend zu leben und gemeinsam vor Ort wie eine Eintrittstür in das Evangelium Jesu unter die Menschen zu tragen, halten wir für einen der entscheidendsten Aufträge und wichtigsten Teile der christlichen Sendung in unserer Zeit, in der in vielen Teilen der Welt Krieg und Terror herrschen.

Ihr
Abt Albert Dölken